16. September 2026
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Persönlichkeiten

Cyprian von Karthago (Thascius Caecilius Cyprianus)

Cyprian von Karthago (eigentlich Thascius Caecilius Cyprianus; * um 200–210; † 14. September 258 in Karthago) war ein einflussreicher Bischof von Karthago und einer der bedeutendsten Kirchenväter und lateinischen Kirchenschriftsteller der christlichen Antike. Er wird in zahlreichen christlichen Konfessionen als Heiliger und Märtyrer verehrt. Sein heutiger ökumenischer Gedenktag ist der 16. September.

Cyprian stammte aus einer sehr wohlhabenden und angesehenen Familie im römischen Nordafrika. Bevor er sich dem Christentum zuwandte, genoss er eine erstklassige Ausbildung und arbeitete als erfolgreicher Rhetoriker, Redner und Anwalt. Erst in reiferem Alter, um das Jahr 246, konvertierte er unter dem Einfluss eines älteren Priesters zum Christentum und ließ sich taufen. Nach seiner Bekehrung verschenkte er einen Großteil seines Vermögens an die Armen. Bereits kurz darauf – um das Jahr 248/249 – wurde er vom Volk und Klerus im Eiltempo zum Bischof von Karthago gewählt.

Als Bischof leitete Cyprian die Kirche Nordafrikas durch extrem unruhige Zeiten, die vor allem durch die römischen Christenverfolgungen geprägt waren. Während der Verfolgung unter Kaiser Decius flohen viele Christen oder opferten den römischen Göttern, um ihr Leben zu retten. Nach dem Ende der Welle plädierten strengere Kreise für einen dauerhaften Ausschluss dieser Abtrünnigen. Cyprian setzte sich gemeinsam mit Papst Cornelius für einen barmherzigeren Weg ein: Nach einer angemessenen Kirchenbuße durften die „Lapsi“ zurückkehren.

Beim Ketzertaufstreit vertrat Cyprian eine harte Linie. Er war der Ansicht, dass Taufen, die von Häretikern oder außerhalb der rechtmäßigen Kirche vollzogen wurden, ungültig seien. Dies brachte ihn in einen scharfen theologischen Konflikt mit dem römischen Papst Stephan I., der diese Taufen anerkannte. Trotz des Streits kam es nicht zum Bruch zwischen Rom und Karthago.

Cyprianische Pest
Die Cyprianische Pest hat eine direkte und tiefe historische Verbindung zu Tunesien, da sie nach Cyprian von Karthago benannt ist. Als  Bischof der antiken Metropole Karthago lieferte er die detailliertesten Augenzeugenberichte über diese verheerende Pandemie. Die Epidemie grassierte zwischen 250 und 270 n. Chr. im gesamten Römischen Reich.

Tod als Märtyrer
Während der Verfolgungswelle unter Kaiser Valerian weigerte sich Cyprian standhaft, den römischen Staatsgöttern zu opfern. Am 14. September 258 wurde er vor den Toren Karthagos öffentlich durch das Schwert hingerichtet. Er gilt damit als der erste Bischof von Afrika, der das Martyrium erlitt.

Quelle: Wikipedia und Google KI (Zusammenfassung)

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