20. Juni 2026
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Politik

Operation Wooden Leg

Operation Wooden Leg (hebräisch מבצע רגל עץ, Mivtza Regel Etz; frz.: Operation Jambe de bois; dt.: Operation Holzbein) war ein weitreichender Luftangriff der israelischen Luftwaffe (IAF) auf das Hauptquartier der Palästinensischen Befreiungsorganisation (PLO) im tunesischen Hammam Chott am 1. Oktober 1985.

Die Operation lag rund 2.060 Kilometer (1.280 Meilen) vom Ausgangspunkt in Israel entfernt. Zum damaligen Zeitpunkt stellte sie die am weitesten entfernte öffentlich bekannte Militäroperation der israelischen Verteidigungskräfte (IDF) dar.

Vorgeschichte und Anlass

  • Hintergrund: Nach dem Libanonkrieg 1982 wurde die PLO aus Beirut vertrieben. Sie verlegte ihr politisches und militärisches Hauptquartier nach Tunesien.
  • Auslöser: Am 25. September 1985 ermordeten Bewaffnete der PLO-Spezialeinheit Force 17 drei israelische Zivilisten auf einer Yacht vor der Küste von Larnaka in Zypern. Das israelische Kabinett autorisierte daraufhin umgehend einen Vergeltungsschlag.

Ablauf des Angriffs

  • Die Mission: Am Morgen des 1. Oktober 1985 starteten israelische F-15 „Baz“-Kampfflugzeuge. Wegen der extremen Distanz war eine komplexe Luftbetankung über dem Mittelmeer notwendig.Der Schlag: Gegen 10:00 Uhr morgens erreichten die Jets den tunesischen Luftraum. Innerhalb von nur sechs Minuten warfen sie tonnenschwere, präzisionsgelenkte Bomben auf die PLO-Einrichtungen. Das Hauptquartier wurde fast vollständig dem Erdboden gleichgemacht.
  • Das Ziel: Der eigentliche Hauptziel der Operation, PLO-Chef Jasser Arafat, entging dem Angriff unverletzt, da er sich zum Zeitpunkt des Einschlags nicht im Gebäude aufhielt.

Opfer und Schäden

  • Todesopfer: Bei dem Bombardement wurden schätzungsweise zwischen 41 und 71 Menschen getötet. Die meisten Quellen beziffern die Zahl auf 68 Tote, aufgeteilt in etwa 50 Palästinenser und 18 tunesische Zivilisten.Verletzte: Mehr als 100 Menschen erlitten teils schwere Verletzungen.
  • Sachschäden: Die Zerstörung der Infrastruktur in dem küstennahen Vorort von Tunis war massiv.

Politische Folgen

    • Internationale Verurteilung: Der Angriff stieß weltweit auf scharfe Ablehnung. Selbst der engste Verbündete Israels, die USA, äußerten starke Bedenken.
    • UN-Sicherheitsrat: Nach einer formellen Beschwerde Tunesiens verabschiedete der Sicherheitsrat die Resolution 573. Diese verurteilte den israelischen Angriff als Verletzung der tunesischen Souveränität aufs Schärfste.
    • Regionale Auswirkungen: Die tunesische Bevölkerung reagierte mit einer Welle der Solidarität. Dies prägte die pro-palästinensische Bewegung in Tunesien nachhaltig. Zudem verschlechterten sich die Beziehungen zwischen der tunesischen Regierung und der PLO-Führung spürbar, da das Gastland fortan weitere israelische Vergeltungsschläge fürchtete.

Text: Mit Hilfe von Google KI